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Von den Quellen der Isar zur Mündung

Peter Goebel , Reinhardt Smeibidl, Peter Bruske und ich wollten einmal einen nicht so bekannten Radweg absolvieren.

So fuhren wir Ende Juni mit dem Zug über München, Mittenwald nach Scharnitz, dem ersten Ort in Österreich. Dort bezogen wir Quartier und noch am selben Tag fuhren wir ohne Gepäck zu den Isarquellen. Der Weg führte uns 15 km durch ein wildromantisches Tal, indem sich die hellgrüne Isar mit lautem Getöse ihrem Weg bahnte. Der Radweg war geschottert und gut befahrbar. Nach 360 überwundenden Höhenmetern erreichten wir die Isarquellen. Das Gebiet war wegen der dort freilaufenden Kühe eingezäunt. Man konnte ein Tor öffnen und man war in einem Naturpark mit Fakten zum Landschaftsschutzgebiet. Nachdem wir in einer nahen Almhütte eine Brotzeit eingenommen hatten, ging es wieder zum Hotel zurück.

Am nächsten Tag führte uns die Strecke über Mittenwald, Wallgau (Heimatort vom Biathletin M. Neuner) nach Bad Tölz. Anfänglich bei Regen, später Sonnenschein, aber heftigen Gegenwind, ging es dem Tagesziel entgegen. Unser nächstes Ziel war München. Schnell hatten wir den Weg zum Viktualienmarkt und dem Hofbräuhaus gefunden. Peter B. war nicht mehr zu halten und stürmte mit dem Fahrrad in die Gaststätte und wir hinterher. Ein nachsichtiger Kellner gestattete es uns, die Räder direkt neben unserem Tisch abzustellen. Nachdem wir jeder 2 Weißwürste gegessen und ein zweites Maß bestellt hatten, kam allerdings der Oberkellner und forderte uns höflich aber sehr bestimmt auf, die „heiligen Hallen“ sofort zu verlassen.

Der schönste Teil der Isar lag ab jetzt hinter uns. Die ehemals wilde Isar war nun meist eingedeicht. Staustufen und Wasserkraftwerke bestimmten vorwiegend ihren Verlauf. Meist ging der Fahrradweg neben einem Isardamm auf vorwiegend Kies –oder Splitwegen durch endlose Laubwälder.
In schneller Fahrt und mit wunderschönem Rückenwind ging es zur alten Bischofstadt Freising, an Moosburg vorbei, zum Tagesziel Landshut. Und hier erlebten wir den Beginn der „Hochzeit von 1475“. Anlass ist die Heirat der polnischen Königstochter mit dem bayrischen Herzog Georg dem Reichen. Rund 3000 Teilnehmer in historischen Kostümen und tausenden von Besuchern -wir mittendrin- erlebten unvergessene Stunden.

Am letzten Tag ging es über rund 100km zur Isarmündung Nach einer kleinen Irrfahrt (Radweg durch Baumaßnahmen gesperrt) waren wir nach 350 km und immerhin 1345 Höhenmetern am Ziel angelangt. Wer diese Radtour unternimmt, ist bestimmt begeistert von der wunderschönen alpinen und voralpinen Landschaft, von den künstlerisch gestalteten Häusern von Klöstern und Kirchen. Die Fahrradwege nordöstlich von München sind kaum frequentiert. Wir waren sehr beindruckt, auch wenn wir in Bayern nicht erwartet hätten, so viele Kies-, Schotter-und Splitwege vorzufinden. Es ist aus diesem Grund empfehlenswert, auf entsprechende radtechnische Ausrüstung zu achten.

Dieter Röckert


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